Hier kommen drei Übungen, die dir helfen die verspannten Muskeln um Mund herum zu entspannen und die mimischen Falten zu mildern.
Ganz wichtig – immer mit sauberen Händen arbeiten und alle Übungen in dieser Reihenfolge auszuführen.
Übung 1: Klammer
Diese Übung schmilzt die faszialen Verklebungen um die Nase herum, da wo die Nasolabialefalte ihren Ursprung nimmt. Greife mit Zeigefinger und Daumen das Gewebe um die Nasenlöcher herum und halte es mit sattem Griff, aber ohne zu zwicken. Benutze bitte die seitlichen Fingerkuppen, nicht deine Nägel. Nach einiger Zeit merkst du, wie das feste Gewebe „schmilzt“ und dünner wird, und deine Fingerkuppen rutschen ab.
1 bis 3 mal je bis 8 Sekunden halten.
Was sind eigentlich die Nasolabialfalten und warum entstehen sie?
Angeblich kommen diese Falten von der Erdanziehung – Wangen werden schwer und hängen nach unten. Ich finde es erklärt aber nicht, warum ich schon mit 25 Jahren diese Falten gehabt habe, da hingen meine Wangen noch definitiv nicht!
Wenn wir bei der Erdanziehung bleiben, dann drückt der Kopf auf die Schultern, die Schultern auf das Becken, und das Becken auf die Füsse. Dieser Logik nach müsste der meiste Druck auf den Füßen sein. Warum merken wir dann „die Erdanziehung“ zuerst im Gesicht? Warum gehen die Fußgelenke nicht kaputt, bevor die Hängebacken kommen?
Ganz einfach: weil unser Körper ganz und gar nicht wie ein Turm aus Betonklötzen funktioniert.
Wusstest du, dass Schlupflider und Nasolabialfalten ihre Ursache selten im Gesicht selbst haben? Ein chronisch verspannter Kiefer, Zähneknirschen und eine eingesunkene Körperhaltung ziehen die faszialen Strukturen des Gesichts nach unten.
Wenn du dein Gesicht nachhaltig von innen heraus straffen willst, musst du am Fundament ansetzen: bei der Kieferentspannung und deiner Körperaufrichtung.
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Übung 2: Fischmund
Hier dehnst du die Muskeln um die Lippen herum, so dass die Gesichtsmitte entspannt und faltenfrei wird. Öffne den Mund zu einem „O“, so dass deine Nasolabialfalte ganz glatt wird. Diese „O“ behältst du während der ganzen Übung.
Lege Zeige- und Mittelfinger mit leichtem Druck auf die Mundwinkel. Nun ziehe beide Lippen nach innen und dann las sie weich zurückkommen. 20 bis 30 Mal wiederholen.
Wenn dein „O“ nicht mehr ganz mittig ist, oder sich zu viel Spannung im Kiefer aufbaut, mache ruhig eine Pause, und fang von vorne an.
Übung 3: Wangen Massage
Das ist die ultimative Übung, die die Wangen von innen aufpolstert. Bitte unbedingt vorher Händewaschen!
Mit sanft geöffnetem Mund arbeiten. Daumen geht in den Mund hinein und Zeigefinger bleibt auf der Wange. Du fängst mit kleinen Halbkreisen um den Mund herum und bewegst dich immer weiter Richtung Ohr. Stell dir vor, du willst nur zwischen deinen Fingerkuppen das Gewebe fühlen. Sanft und zart von außen drücken und dein Daumen ist eine Unterlage für den Druck.
Bitte nur leicht drucken, da der starke Druck nur deine Wangen verkrampfen lässt. Die andere Seite machen.
Immer halbkreisig von den Mundwinkeln zum Ohr bewegen, und dann zurück zum Mundwinkel.
Bonusübung: Gesicht ausrollen
Und zum Schluss, um Flüssigkeitsaustausch anzuregen, machen wir diese sanfte Massage. Wichtig, nicht auslassen, denn wir wollen die Schwellungen aus dem Gesicht weg streichen.
Mimik und Nasolabialfalten
Die Muskeln im Gesicht sind etwas anders als im Körper. Die meisten von denen spannen nicht von Knochen zu Knochen, sondern von Knochen zu anderen Muskel und Haut. Hier siehst du, wie die Muskeln, die unsere Wangen ausmachen, am Jochbein ansetzen und zu Lippen ziehen. Sind diese Muskeln durch Mimik verkürzt, entstehen die Nasolabialfalten.

Bild: Anatomy Image/Shutterstock.com
Die meiste Zeit bewegen sich die Muskeln im Gesicht ganz unbewusst.
Kommt es dir bekannt vor?
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Ziehst du die Lippen an, wenn du mit irgendetwas nicht zufrieden bist?
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Beißt du die Zähne zusammen, wenn du etwas Anstrengendes machst? Zum Beispiel bei Planks?
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Blinzelst du, um besser zu sehen?
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„Denkst“ du mit den Augenbrauen?
Keine Sorge, alle machen das.
Das Ergebnis ist: Wir spannen die Gesichtsmuskeln unbewusst und dann bleiben diese die ganze Zeit in einer verspannten Position. Lächelst du immer mit dem linken Mundwinkel? Vielleicht merkst du dann, dass die linke Nasolabiale Falte stärker ausgeprägt ist. Spannst du den Kiefer ständig an, werden die Kaumuskel den Flüssigkeitsaustausch und die Länge in den benachbarten Muskeln beeinträchtigen. Das kann zu den Hängebäckchen führen.
Die Lösung hier ist: die Gesichtsmuskeln bewusst zu entspannen und unbewusste Mimik besser unter Kontrolle zu haben.
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